Bombendrohung



Der Fall scheint klar zu sein. Wenn es um die nuklearen Programme auf der Welt geht, gibt es die Schlechten und die Rechten. Die einen unterlaufen oder ignorieren das internationale Regelwerk, um hinter der Fassade einer zivilen Nutzung der Kernenergie die Schwelle zur Atomwaffenmacht zu überschreiten und mit der Bombe zu drohen. Die anderen, darunter die Bundesrepublik Deutschland, stemmen sich diesem Ansinnen entgegen.

Das war nicht immer so. Ganz im Gegenteil verhielten sich die Bundesregierungen jahrzehntelang nicht nur wie die Repräsentanten einer ambitionierten nuklearen Schwellenmacht, sondern sie trugen auch entscheidend zur Formulierung und Interpretation jenes Nichtverbreitungsregimes bei, das die Geschäfte der Kontrolleure heute so schwierig macht.
 
Diesen Nachweis hat der Physiker Dr. Stephan Geier, Mitarbeiter am Astronomischen Institut der Universität Erlangen, in einer historischen Dissertation über „Kernenergie und Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland“ geführt. Die Arbeit ist am Lehrstuhl für Neuere Geschichte II in enger Kooperation mit dem ZAG entstanden.
 
Jetzt haben Professor Schöllgen und Dr. Geier Ergebnisse dieser Forschungen in der FAZ vorgestellt.

 





Veröffentlicht am:
09:00:07 01.06.2012 von csschaef

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